Ratgeber Wenn ein Mensch fern der Heimat stirbt, trauert die Familie und steht zugleich vor einem Verfahren, über das sie nie nachdenken musste. Dieser Beitrag erklärt, wie die Überführung eines Verstorbenen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern in die Ukraine abläuft: was sie kostet, welche Unterlagen nötig sind, wie lange sie dauert und wo es meistens hakt. Wer lieber spricht: Wir sind rund um die Uhr erreichbar, auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch. Wie überführt wird: auf dem Landweg Innerhalb Europas werden Überführungen häufig mit einem Spezialfahrzeug durchgeführt. Das ist günstiger als Luftfracht, kommt ohne Frachtterminal und Umladen aus, und der Übergabetag lässt sich genauer planen. Solange der ukrainische Luftraum geschlossen ist, gibt es keine direkte Luftfracht — in die Ukraine überführen wir deshalb auf dem Landweg. StreckeStraßentransportLuftfracht Deutschland → Ukraine3.500 – 8.500 €derzeit nicht verfügbar Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn → Ukraineindividuelle Kalkulationderzeit nicht verfügbar Österreich → Ukraineindividuelle Kalkulationderzeit nicht verfügbar Rumänien, Balkan → Ukraineindividuelle Kalkulationderzeit nicht verfügbar Griechenland, Italien, Spanien → Ukraineindividuelle Kalkulationderzeit nicht verfügbar Richtwerte, Stand September 2026. Direkte Luftfracht in die Ukraine ist derzeit nicht möglich, weil der Luftraum geschlossen ist. Überführung im Sarg, ohne Abholzuschlag und Zusatzleistungen. Eine Urnenüberführung kostet etwa die Hälfte. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach einem kurzen Gespräch. Im Festpreis enthalten: Abholung, hygienische Versorgung über unsere Partner, Sarg mit Zinkeinsatz oder Urnenbehältnis, alle Dokumente, konsularische Bescheinigungen, Zollabwicklung, der Transport selbst und die Übergabe an das Bestattungsunternehmen in der Ukraine. Die Beisetzung vor Ort rechnet der Partner meist gesondert mit der Familie ab. Welche Unterlagen nötig sind Sterbeurkunde aus dem Land, in dem der Tod eingetreten ist — für die Überführung als internationale mehrsprachige Urkunde oder mit beglaubigter Übersetzung Todesbescheinigung des Arztes Leichenpass — ausgestellt von der zuständigen Behörde am Sterbeort Unbedenklichkeitsbescheinigung des Gesundheitsamts Verlötungsbescheinigung für den Zinkeinsatz Reisepass des Verstorbenen oder eine beglaubigte Kopie Freigabe der Staatsanwaltschaft, wenn der Tod nicht als natürlich bescheinigt ist Apostille und beglaubigte Übersetzungen — je nach Abgangsland Die Reihenfolge ist wichtig: Das Konsulat erteilt seine Zustimmung in der Regel erst, wenn Sterbeurkunde und Leichenpass vorliegen. Wer die Schritte parallel statt nacheinander angeht, verliert Tage. Bei einer Urne ist das Paket kleiner: Sterbeurkunde, Einäscherungsbescheinigung des Krematoriums und die Bestätigung, dass die Urne die Asche dieses Menschen enthält. Einen Leichenpass braucht die Urne nicht. Zinksarg: wann er Pflicht ist Für die internationale Überführung eines Verstorbenen wird ein Metallinnensarg luftdicht verlötet und in einen Holzsarg eingesetzt. Das ist der teuerste Einzelposten der Rechnung — und der Grund, warum eine Urnenüberführung etwa die Hälfte kostet: Zink, Verlötung und ein Großteil des Gewichts entfallen. Wann genau er vorgeschrieben ist, erklärt der Beitrag „Zinksarg bei der Überführung ins Ausland“. Wichtig zu wissen: Nach der Verlötung ist kein Abschied am offenen Sarg mehr möglich. Wenn die Familie den Verstorbenen noch einmal sehen möchte, sagen Sie es uns gleich — wir planen die Abschiednahme vorher ein. Wie lange es dauert Auf dem Landweg innerhalb Europas meist vier bis sieben Tage — gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem alle Unterlagen vorliegen, nicht ab dem Todestag. Verzögerungen entstehen fast nie durch den Transport. Sie entstehen durch eine fehlende Freigabe der Staatsanwaltschaft, eine Sterbeurkunde in der falschen Form, ein geschlossenes Konsulat oder eine unbeglaubigte Übersetzung. Deshalb prüfen wir das vollständige Unterlagenpaket, bevor wir den Transport buchen. Wenn der Tod nicht in Deutschland eingetreten ist Der Ablauf ist derselbe, nur die Bezeichnungen der Dokumente und die ausstellenden Stellen ändern sich. Wir arbeiten mit Partnern vor Ort in europäischen Ländern: Sie erledigen die Unterlagen dort, wir übernehmen den konsularischen Teil, den Transport und die Übergabe in der Ukraine. Sie haben einen Ansprechpartner und eine Rechnung. Am häufigsten fragen Familien aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Italien, Griechenland und Spanien an. Steht Ihr Land nicht dabei, fragen Sie einfach — wir sagen offen, ob wir den Auftrag übernehmen. Wer die Kosten trägt Die Konsulate der Ukraine und Deutschlands stellen Bescheinigungen aus und beraten, übernehmen aber keine Überführungskosten. Prüfen Sie, ob der Verstorbene eine Versicherung mit Rückführungsleistung hatte: In Reiseversicherungen ist sie oft enthalten, meist bis zu einer festen Summe. Fehlt eine Versicherung und reicht das Geld nicht, bleibt ein Antrag beim Sozialamt nach § 74 SGB XII — in der Regel beim Amt am Sterbeort. Es übernimmt nur einen Teil der Kosten, weder Flugtarif noch Zinksarg, aber auch das hilft. Mehr dazu im Beitrag „Überführung ins Ausland und das Sozialamt“. Häufige Fragen Was kostet eine Überführung aus Deutschland in die Ukraine?Etwa 3.500 – 8.500 € auf dem Landweg; eine direkte Luftfracht in die Ukraine ist derzeit nicht möglich. Eine Urnenüberführung kostet etwa die Hälfte. Den Festpreis nennen wir, sobald Abholort und Zielort feststehen. Ist eine Überführung auf dem Landweg möglich?Ja, und derzeit ist sie der Regelfall, weil es keine Flugverbindung in die Ukraine gibt. Der Straßentransport erlaubt außerdem eine genauere Absprache des Übergabetags. Ist ein Zinksarg Pflicht?Bei der Überführung eines Verstorbenen im Sarg praktisch immer. Bei einer Urne nicht. Wie lange dauert es?Meist vier bis sieben Tage auf dem Landweg, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem alle Unterlagen vorliegen. Das größte Verzögerungsrisiko ist die Freigabe der Staatsanwaltschaft, wenn der Tod nicht sofort als natürlich bescheinigt wird. Die Familie lebt in der Ukraine. Was ist als Erstes zu tun?Rufen Sie uns an. Für den Anfang genügen Name des Verstorbenen, Ort und Krankenhaus oder Adresse. Alles Weitere klären wir — niemand muss anreisen oder mit deutschen Behörden verhandeln. Rufen Sie an — das Gespräch kostet nichts Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Sagen Sie uns, wo sich der Verstorbene befindet und wohin er überführt werden soll — alles Weitere organisieren wir. Rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende. Telefon: +49 1511 7463888 · Rückrufservice Dieser Text gibt den Stand der veröffentlichten Regelungen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Vorgaben der zuständigen Behörde und des Ziellandes. Rudolf Nordheimer Vollständige Bio ansehen
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