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Häufige Fragen zur Überführung ins Ausland

Antworten auf einen Blick

Häufige Fragen zur Überführung ins Ausland

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns Angehörige am häufigsten stellen — jeweils mit Link zur ausführlichen Erklärung.

24/7 erreichbar31 Fragen4 SprachenErstberatung kostenlos

Die ersten Stunden

Ein Angehöriger ist verstorben — was ist als Erstes zu tun?

Wirklich eilig sind drei Dinge: einen Arzt rufen, damit die Todesbescheinigung ausgestellt wird, ein Bestattungsunternehmen mit der Abholung beauftragen und der Familie Bescheid geben. Alles Weitere — Standesamt, Konsulat, Transport — kann am nächsten Tag beginnen.

Wie eine Überführung abläuft

Müssen Angehörige aus dem Ausland anreisen?

Nein. Eine Vollmacht genügt. Wir übernehmen die Abstimmung mit Behörden, Konsulat, Fluggesellschaft und dem Bestatter am Zielort und halten Sie über jeden wichtigen Schritt auf dem Laufenden.

Was ist zu tun, wenn der Tod im Urlaub eingetreten ist?

Melden Sie den Fall so früh wie möglich der Auslandsreisekrankenversicherung, falls eine besteht — viele Versicherer zahlen nur eine Überführung, die sie selbst abgestimmt haben. Parallel können Sie uns anrufen.

Überführung aus der Türkei

Sind Sie auch nachts und am Wochenende erreichbar?

Ja, rund um die Uhr, auch sonntags und an Feiertagen. Die Abholung eines Verstorbenen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.

Kosten und Bezahlung

Was kostet eine Überführung ins Ausland?

Das hängt vor allem vom Zielland ab. Nach Polen beginnt es bei etwa 2.000 €, in die Türkei bei 3.500 €, in die USA bei 5.000 €, nach Russland und Zentralasien liegt es meist zwischen 5.500 und 9.500 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach einem kurzen Gespräch.

Alle Preise im Überblick

Was ist im Festpreis enthalten?

Abholung, hygienische Versorgung über unsere Partner, Sarg mit Zinkeinsatz oder Urnenbehältnis, alle Dokumente, Sterbeurkunde, konsularische Bescheinigungen, Zollabwicklung, der Transport selbst und die Übergabe am Zielort.

Warum ist eine Urnenüberführung günstiger?

Weil Zinksarg, Verlötung und ein großer Teil des Frachtgewichts entfallen. Meist kostet sie etwa die Hälfte. Hinzu kommen die Einäscherung und, je nach Bundesland, eine zweite Leichenschau.

Urnenüberführung ins Ausland

Zahlt die Krankenkasse die Überführung?

In der Regel nicht. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Überführungskosten aus dem Ausland üblicherweise nicht, und auch Botschaft oder Konsulat tragen keine Kosten.

Was, wenn das Geld nicht reicht?

Prüfen Sie zuerst, ob eine Versicherung mit Rückführungsleistung besteht. Reicht das nicht, bleibt ein Antrag beim Sozialamt — allerdings nur für den Teil, der auch bei einer Bestattung am Wohnort angefallen wäre.

Steuerlich absetzbare Kosten

Dokumente und Behörden

Welche Unterlagen werden für eine Überführung gebraucht?

In der Regel Sterbeurkunde, ärztliche Todesbescheinigung, Leichenpass, Unbedenklichkeitsbescheinigung, Nachweis über die Einsargung und — je nach Zielland — konsularische Genehmigung, Apostille und beglaubigte Übersetzungen.

Alle Dokumente im Detail

Was ist ein Leichenpass?

Das Dokument, ohne das kein Verstorbener im Sarg ins Ausland überführt wird. Es geht auf das Berliner Abkommen von 1937 zurück, begleitet den Verstorbenen während der gesamten Fahrt und wird bei Grenz- und Zollkontrollen vorgelegt.

Braucht eine Urne auch einen Leichenpass?

Nein. Für die Urne werden andere Unterlagen verlangt, vor allem die Sterbeurkunde und die Einäscherungsbescheinigung des Krematoriums.

Müssen Urkunden übersetzt werden?

Häufig ja. Viele Zielländer verlangen eine beglaubigte Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer, manche zusätzlich eine Apostille. Wir klären das vorab mit dem Konsulat und organisieren die Übersetzungen.

Was ist zu tun, wenn Dokumente aus dem Ausland stammen?

Standesämter verlangen ausländische Geburts- oder Heiratsurkunden oft mit Übersetzung und Apostille. Das ist eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen — suchen Sie die Originale deshalb früh heraus.

Was Verzögerungen verursacht

Ablauf und Dauer

Wie lange dauert eine Überführung?

Auf dem Landweg innerhalb Europas meist vier bis sieben Tage, per Luftfracht sieben bis zehn. Gerechnet wird ab dem Zeitpunkt, an dem alle Unterlagen vollständig sind — nicht ab dem Todestag.

Woran hakt es am häufigsten?

Fast nie am Transport. Es hakt an einer fehlenden Freigabe der Staatsanwaltschaft, einer Sterbeurkunde in der falschen Form, einem geschlossenen Konsulat oder einer unbeglaubigten Übersetzung.

Mögliche Hindernisse

Warum wird der Verstorbene manchmal nicht freigegeben?

Wenn die Todesursache ungeklärt ist, muss die Polizei die Staatsanwaltschaft einschalten. Für die Bestattung ist dann deren schriftliche Genehmigung nötig. Das ist ein übliches Verfahren und kein Verdacht gegen die Familie.

Wann sollte der Termin für die Trauerfeier festgelegt werden?

Erst, wenn der Transport gebucht ist. Solange Freigaben oder Übersetzungen fehlen, lässt sich kein verlässliches Datum nennen.

Kann man verfolgen, wo sich der Verstorbene befindet?

Bei Luftfracht wird ein Luftfrachtbrief ausgestellt; dessen Nummer, Flugnummer und die voraussichtliche Ankunft geben wir Ihnen weiter. Beim Straßentransport melden wir Abfahrt und Übergabe.

Sarg, Urne und Abschied

Ist ein Zinksarg wirklich Pflicht?

Bei der Überführung eines Verstorbenen im Sarg praktisch immer. Bei einer Urne nie — auf Leichenasche ist das Berliner Abkommen nicht anwendbar.

Zinksarg: wann er Pflicht ist

Kann man den Verstorbenen vor der Abreise noch einmal sehen?

Ja, aber nur vor der Verlötung des Zinksargs. Danach bleibt der Sarg geschlossen, auch im Zielland. Sagen Sie uns früh Bescheid — wir planen die Abschiednahme vorher ein, meist ohne zusätzlichen Tag.

Sarg oder Urne — was ist besser?

Das ist zuerst eine Frage der Familie und des Glaubens, dann erst eine des Geldes. Die Urne ist günstiger und einfacher, aber im Islam und im Judentum nicht zulässig; orthodoxe Kirchen stehen ihr zurückhaltend gegenüber.

Darf die Urne zu Hause aufbewahrt werden?

In Deutschland in aller Regel nicht. Es gilt der Friedhofszwang: Die Asche muss auf einem Friedhof oder an einem anderen zugelassenen Ort beigesetzt werden.

Urnenüberführung ins Ausland

Zielländer und Besonderheiten

In welche Länder überführen Sie?

Unter anderem nach Russland, in die Ukraine, nach Kasachstan, Usbekistan, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Polen, Serbien, in die Türkei, nach Zypern, Ägypten und in die USA. Weitere Ziele auf Anfrage.

Alle Länder

Was gilt bei einer Überführung nach Polen?

Es sind zwei Genehmigungen nötig: die des Starosten am Bestattungsort und anschließend die Bescheinigung des polnischen Konsulats. Die Entscheidung fällt spätestens drei Tage nach Antragstellung.

Überführung nach Polen

Was ist bei den USA anders?

Dort gilt das Berliner Abkommen nicht. Maßgeblich sind die Vorschrift der US-Gesundheitsbehörde und die Regeln des Ziel-Bundesstaats. Der Verstorbene muss direkt an ein lizenziertes Bestattungsinstitut übergeben werden — Angehörige können den Sarg nicht am Flughafen abholen.

Überführung in die USA

Wie läuft es bei einem Todesfall in der Ukraine?

Solange der Luftraum geschlossen ist, gibt es keine direkte Luftfracht. Wir überführen deshalb auf dem Landweg, was den Übergabetag sogar genauer planbar macht.

Überführung in die Ukraine

Was ist bei den GUS-Staaten zu beachten?

Jedes Land verlangt eigene konsularische Unterlagen, und die Reihenfolge ist wichtig: erst Sterbeurkunde und Leichenpass, dann Konsulat, dann Transport.

GUS-Staaten im Detail

Beisetzung am Zielort

Organisieren Sie auch die Beisetzung im Zielland?

Ja. Wir arbeiten mit Partnerbestattern zusammen, die den Verstorbenen übernehmen und die Beisetzung begleiten. Die Abrechnung erfolgt dort meist direkt mit der Familie.

Bestattung vor Ort

Kann die Beisetzung auch am Sterbeort stattfinden?

Ja. Wenn die Familie sich dafür entscheidet, organisieren wir sie und nennen offen die Kosten beider Wege, damit Sie in Ruhe entscheiden können.

Was ist bei einem Todesfall mit US-Bezug zu beachten?

Stirbt ein US-Bürger in Deutschland, stellt das US-Konsulat den Consular Report of Death Abroad aus. Angehörige brauchen ihn in den USA für Banken, Versicherungen und Nachlass — mehrere beglaubigte Kopien gleich mitbeantragen.

US-Bürger in Deutschland verstorben

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Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wir sind rund um die Uhr erreichbar, auch nachts und an Feiertagen — auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch.

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