Rudolf Nordheimer Ratgeber Eine Sargüberführung ist der Transport eines Verstorbenen im Sarg vom Sterbeort zum Ort der Bestattung – innerhalb Deutschlands, ins Ausland oder aus dem Ausland zurück nach Deutschland. Nötig ist sie immer dann, wenn am Zielort eine Erdbestattung stattfinden soll oder eine Einäscherung für die Familie nicht in Frage kommt. Was sie kostet, hängt vor allem von Strecke, Transportweg und den verlangten Dokumenten ab; einen schriftlichen Festpreis erhalten Sie von uns in wenigen Stunden. Wann ein Sarg statt einer Urne gewählt wird Eine Urnenüberführung ist einfacher und günstiger. Trotzdem entscheiden sich viele Familien bewusst für den Sarg. Die häufigsten Gründe: Glaube. Im Islam und im Judentum ist die Erdbestattung die Regel, eine Einäscherung ist nicht vorgesehen. Die Russisch-Orthodoxe Kirche hält die Einäscherung nach einem Synodaldokument von 2015 für unerwünscht und nimmt sie nur hin, wenn es nicht anders geht. Erdbestattung am Zielort. Es gibt ein Familiengrab in der Heimat, oder der Friedhof dort sieht keine Urnenbeisetzung vor. Abschied. Angehörige möchten den Verstorbenen noch einmal sehen. Wichtig zu wissen: Ein verlöteter Zinksarg bleibt auch im Zielland geschlossen. Eine Abschiednahme am offenen Sarg planen wir deshalb in Deutschland, vor der Verlötung. Wille des Verstorbenen. Ob in einer Bestattungsverfügung festgehalten oder mündlich geäußert: Er hat Vorrang. Eine Einäscherung lässt sich nicht rückgängig machen. Beide Wege im direkten Vergleich finden Sie im Beitrag „Sarg oder Urne: Kosten, Dauer und Glaubensfragen bei der Überführung“. Überführungssarg oder Zinksarg: der Unterschied Für die Überführung wird nicht automatisch der spätere Bestattungssarg verwendet. Welcher Sarg nötig ist, hängt vom Ziel und vom Transportweg ab. SargartWofürAufbauÜberführungssargÜberführungen innerhalb Deutschlands, etwa zum Bestatter oder Friedhof am Heimatortdicht verschlossener Sarg; das Landesrecht verlangt ein geeignetes, dicht verschlossenes BehältnisSarg mit Zinkeinsatz (Zinksarg)internationale Überführungen, vor allem als Luftfrachtluftdicht verlöteter Metalleinsatz in einem Holzsarg, beschrieben in Artikel 3 des Berliner Abkommens von 1937 Das Berliner Abkommen gilt unmittelbar nur zwischen seinen Vertragsstaaten; viele andere Länder verlangen über ihre Konsulate faktisch dieselbe Ausführung. Für die Luftfracht setzen Fluggesellschaften einen hermetisch verschlossenen Sarg voraus – Lufthansa Cargo nennt ausdrücklich die hermetische Versiegelung und eine geeignete Innenauskleidung. Bei Straßentransporten innerhalb Europas hängt es vom Zielland ab. Wann der Zinksarg Pflicht ist und wann nicht, erklärt der Beitrag „Zinksarg bei der Überführung ins Ausland“. Sargüberführung innerhalb Deutschlands Innerhalb Deutschlands gelten die Bestattungsgesetze der 16 Länder. Sie regeln, wie Verstorbene befördert werden und welche Unterlagen dabei mitzuführen sind. In Nordrhein-Westfalen etwa dürfen Tote auf öffentlichen Straßen nur in einem geeigneten, dicht verschlossenen Behältnis befördert werden, und die Todesbescheinigung muss mitgeführt werden (§ 16 BestG NRW). Leichenpass: Im Inland ist er nur dort nötig, wo ein Land ihn verlangt. In NRW ist er für Beförderungen über die Grenze der Bundesrepublik vorgeschrieben (§ 17 BestG NRW), nicht für Fahrten innerhalb Deutschlands. Aus Baden-Württemberg heißt es, ein Leichenpass sei bei einer Überführung in ein anderes Bundesland erforderlich, wenn das Zielland oder ein auf der Fahrt berührtes Land ihn verlangt. Wir prüfen das für die konkrete Strecke. Fristen: In NRW darf eine Erdbestattung frühestens 24 Stunden nach dem Tod stattfinden und muss innerhalb von zehn Tagen erfolgen; die Behörde kann die Frist auf Antrag verlängern (§ 13 BestG NRW). Andere Länder haben eigene Fristen, die wir bei der Planung berücksichtigen. Den Verstorbenen holen wir in Deutschland in der Regel am selben Tag ab. Mehr dazu auf der Seite Überführung innerhalb Deutschlands. Sargüberführung ins Ausland: per Fahrzeug oder als Luftfracht Bei internationalen Überführungen gibt es zwei Wege: Überführungsfahrzeug. Für Ziele, die gut auf der Straße erreichbar sind, etwa Polen oder die Länder des Balkans. Das Fahrzeug fährt ohne Umladen bis zum Partnerbestatter oder zum Friedhof. Luftfracht. Für weiter entfernte Ziele, etwa in Zentralasien oder im Kaukasus. Der Sarg reist im Frachtraum eines Linienflugs. Buchen können das Bestattungsunternehmen und spezialisierte Spediteure; Lufthansa Cargo nimmt Direktbuchungen von Privatpersonen in der Regel nicht an. Am Zielflughafen übernimmt ein Partnerbestatter. Für beide Wege werden unter anderem Sterbeurkunde, Leichenpass, eine Bescheinigung über Einsargung beziehungsweise Verlötung und in vielen Fällen eine Genehmigung des Konsulats des Ziellandes gebraucht. In NRW veranlasst das Gesundheitsamt vor einer Beförderung ins Ausland zudem eine weitere Leichenschau, sofern keine andere Genehmigung vorliegt (§ 16 Abs. 5 BestG NRW). Wir überführen in beide Richtungen: aus Deutschland ins Ausland und aus dem Ausland nach Deutschland, in über 30 Länder. Einen Überblick gibt die Seite Überführung ins Ausland. Ablauf und Dauer Anruf. Sie nennen uns Sterbeort, Ziel und Ihre Wünsche. Hinterlassen Sie eine Rückrufbitte, melden wir uns innerhalb der nächsten Stunde. Festpreis. Sie erhalten ein schriftliches Angebot in wenigen Stunden. Abholung. In Deutschland in der Regel am selben Tag. Versorgung und Einsargung. Die hygienische Versorgung organisieren wir über Partner vor Ort; für das Ausland wird der Zinkeinsatz verlötet. Dokumente. Sterbeurkunde, Leichenpass, Freigaben und Genehmigung des Konsulats. Transport und Übergabe an den Bestatter oder Friedhof am Zielort. Eine Auslandsüberführung dauert typischerweise 3 bis 7 Werktage. Innerhalb Deutschlands geht es meist schneller, weil Konsulat und Frachtbuchung entfallen. Verzögerungen entstehen fast immer bei den Unterlagen: bei der Beurkundung im Standesamt, bei einer Freigabe der Staatsanwaltschaft oder bei zusätzlichen Anforderungen des Konsulats. Was eine Sargüberführung kostet Einen Listenpreis gibt es nicht. Der Preis ergibt sich aus wenigen Faktoren: KostenfaktorWas ihn beeinflusstEntfernungStrecke vom Sterbeort bis zum Zielort, auch die Weiterfahrt zu einem Ort abseits von Flughafen oder GroßstadtTransportwegFahrzeug oder Luftfracht; bei Luftfracht Tarif der Fluggesellschaft am gewünschten Termin und FrachtgewichtSargÜberführungssarg im Inland oder Sarg mit verlötetem Zinkeinsatz für das AuslandDokumenteSterbeurkunden, Leichenpass und weitere Bescheinigungen; die Gebühren legen die Behörden selbst fest (Leichenpass im Landkreis Lüneburg z. B. 40 €)KonsulatGenehmigung, beglaubigte Übersetzungen oder Legalisation – je nach ZiellandHygienische Versorgungüber Partner vor Ort, dazu Einsargung und auf Wunsch eine AbschiednahmeZeitpunktEinsätze nachts, am Wochenende oder an Feiertagen Eine Überführung im Sarg kostet deutlich mehr als eine Urnenüberführung, die bei uns ab 990 € beginnt. Richtwerte nach Zielregion finden Sie auf der Seite Kosten einer Überführung ins Ausland. Verbindlich ist der schriftliche Festpreis, den Sie in wenigen Stunden erhalten. Er umfasst unter anderem Abholung, hygienische Versorgung über Partner, Sarg, Transport, Sterbeurkunde, Leichenpass und konsularische Bescheinigungen. Häufige Fragen Braucht jede Sargüberführung einen Leichenpass?Nein. Für die Beförderung über die Grenze Deutschlands ist er vorgeschrieben. Innerhalb Deutschlands nur dann, wenn ein beteiligtes Bundesland ihn verlangt. Wir prüfen das für Ihre Strecke. Ist ein Zinksarg immer Pflicht?Nein. Innerhalb Deutschlands genügt ein dicht verschlossener Überführungssarg. Für Luftfracht wird ein hermetisch verschlossener Sarg verlangt, in der Praxis der verlötete Zinkeinsatz. Bei Straßentransporten im Ausland entscheidet das Zielland. Wie lange dauert eine Sargüberführung ins Ausland?Typischerweise 3 bis 7 Werktage. Die Abholung in Deutschland erfolgt in der Regel am selben Tag. Wie schnell es danach geht, hängt vor allem von Standesamt, Freigaben und Konsulat ab. Kann sich die Familie am offenen Sarg verabschieden?Ja, in Deutschland vor der Verlötung. Ein verlöteter Zinksarg bleibt auch im Zielland geschlossen. Sagen Sie uns früh Bescheid, dann planen wir die Abschiednahme mit ein. Wer bezahlt die Sargüberführung?In der Regel die Angehörigen oder der Nachlass. Ist jemand im Ausland verstorben, kann eine Reise- oder Rückführungsversicherung greifen. Schicken Sie uns die Police, wir sehen sie mit Ihnen durch. Können Angehörige die Überführung selbst übernehmen?Die Landesgesetze stellen feste Anforderungen an Beförderung, Behältnis und Unterlagen, und Fluggesellschaften nehmen Verstorbene nur über Bestatter oder Spediteure an. Überlassen Sie Transport und Genehmigungen einem Bestattungsunternehmen – wir übernehmen alles von der Abholung bis zur Übergabe. Kontakt · 24/7 Rufen Sie an – wir planen die Überführung mit Ihnen Sagen Sie uns, wo der Verstorbene ist und wo er beigesetzt werden soll. Wir klären, welcher Sarg und welche Dokumente nötig sind, und nennen Ihnen einen schriftlichen Festpreis. Rund um die Uhr, auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch. Rückruf innerhalb einer StundeSchriftlicher Festpreis in wenigen StundenRund um die Uhr, in 4 Sprachen Jetzt anrufen+49 1511 74 63 888 Rückruf anfordern → Rudolf NordheimerGeschäftsführer, Ihr AnsprechpartnerDas erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Dieser Text gibt den Stand der veröffentlichten Regelungen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Vorschriften, Zuständigkeiten und Unterlagen unterscheiden sich je nach Bundesland und Zielland und können sich ändern. Rudolf Nordheimer Vollständige Bio ansehen
RatgeberTodesfall im Urlaub im Ausland: was Angehörige tun müssen und wie die Rückführung nach Deutschland läuft Oktober 16, 2026
RatgeberGedenktage im November 2026: Allerheiligen, Totensonntag, Demetrius-Samstag – und Grabpflege aus der Ferne Oktober 14, 2026
RatgeberUrnenüberführung verfolgen: Ablauf Schritt für Schritt und wo die Urne gerade ist Oktober 10, 2026
RatgeberMuslimische Bestattung und Überführung aus Deutschland: Waschung, Fristen, Tuchbestattung Oktober 8, 2026