Rudolf Nordheimer Ratgeber Im November gedenken viele Familien ihrer Verstorbenen: an Allerheiligen am 1. November 2026, an Allerseelen am 2. November, am Volkstrauertag am 15. November und am Totensonntag am 22. November. Orthodoxe Christen begehen den Demetrius-Samstag – nach dem julianischen Kalender am 7. November 2026, in der Orthodoxen Kirche der Ukraine bereits am 24. Oktober. Liegt das Grab weit entfernt, lässt sich die Pflege über einen Friedhofsgärtner oder einen Grabpflegedienst regeln; wer den Verstorbenen dauerhaft in der Nähe haben möchte, kann eine Umbettung der Urne prüfen lassen. Die Gedenktage im Herbst 2026 auf einen Blick Datum 2026GedenktagTraditionHinweisSa, 24. OktoberDmitriwska-SamstagOrthodoxe Kirche der Ukrainenach dem neujulianischen Kalender, seit 2023 13 Tage früher als zuvorSo, 1. NovemberAllerheiligenkatholischgesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im SaarlandMo, 2. NovemberAllerseelenkatholischkein gesetzlicher Feiertag; traditionell Tag des GräberbesuchsSa, 7. NovemberDemetrius-Samstag (Dmitrijewskaja subbota)orthodox, julianischer KalenderSamstag vor dem Gedenktag des heiligen Demetrios am 8. NovemberSo, 15. NovemberVolkstrauertagstaatlicher Gedenktagzwei Sonntage vor dem ersten Advent; kein gesetzlicher FeiertagSo, 22. NovemberTotensonntag / Ewigkeitssonntagevangelischletzter Sonntag vor dem Advent; kein gesetzlicher Feiertag, in mehreren Ländern aber stiller Tag Wer Angehörige in mehreren Konfessionen hat, sieht: Zwischen Ende Oktober und Ende November liegen fast jede Woche ein oder zwei Gedenktage. Wer für ein Grab in der Ferne ein Gesteck oder die Herbstpflege beauftragen möchte, fragt deshalb am besten schon Anfang Oktober an. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag Allerheiligen (1. November) ist ursprünglich das Fest aller Heiligen, Allerseelen (2. November) der Tag des Gedenkens an alle Verstorbenen, besonders an die eigene Familie. Weil Allerheiligen in fünf Bundesländern arbeitsfrei ist, besuchen viele Familien die Gräber schon an diesem Tag. In vielen katholischen Gemeinden werden die Gräber gesegnet. Der Volkstrauertag am 15. November 2026 ist ein staatlicher Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, ist der evangelische Gedenktag für die Verstorbenen; 2026 fällt er auf den 22. November. Vielerorts werden im Gottesdienst die Namen der im zurückliegenden Kirchenjahr Verstorbenen verlesen. Allerheiligen und Totensonntag gelten in mehreren Bundesländern als stille Tage: Laute Veranstaltungen und Tanz sind dann zeitweise untersagt. Die Einzelheiten regelt jedes Land selbst. Orthodoxes Totengedenken: Demetrius-Samstag und Radoniza In der orthodoxen Tradition gibt es mehrere Gedenksamstage, an denen in der Kirche für die Verstorbenen gebetet wird. Der Demetrius-Samstag, russisch Dmitrijewskaja roditelskaja subbota, ist der Samstag vor dem Gedenktag des heiligen Demetrios von Thessaloniki. Kirchen, die dem julianischen Kalender folgen – darunter die Russisch-Orthodoxe Kirche –, begehen den Gedenktag am 8. November; der Gedenksamstag fällt 2026 deshalb auf den 7. November. Die Orthodoxe Kirche der Ukraine ist im September 2023 zum neujulianischen Kalender übergegangen. Seitdem liegen alle festen Feiertage 13 Tage früher. Die Dmitriwska-Samstag fällt dort 2026 auf den 24. Oktober. In ukrainischen Familien können also zwei Termine vorkommen – je nachdem, welcher Gemeinde man angehört. Das große Frühjahrsgedenken ist die Radoniza (ukrainisch Radonyzja, vielerorts auch „Prowody“ genannt), der neunte Tag nach Ostern. 2026 war das der 21. April. Dann besuchen viele Familien die Gräber, oft mit Ostereiern und Osterbrot. Der Ostertermin ist von der ukrainischen Kalenderreform nicht betroffen. Bräuche am Grab Grablichter: Das Licht auf dem Grab steht für die Hoffnung über den Tod hinaus. Rund um Allerheiligen und Totensonntag brennen auf vielen Friedhöfen zahlreiche Kerzen. Gestecke und Kränze: Gestecke aus Tannengrün, Zapfen und haltbaren Blüten halten den Winter über. Der Kranz steht als Kreis ohne Anfang und Ende für die Ewigkeit. Herbstpflege: Laub entfernen, Sommerpflanzen abräumen, das Grab mit Tannenzweigen abdecken. Kirchliches Gedenken: In orthodoxen Gemeinden werden an Gedenksamstagen Zettel mit den Namen der Verstorbenen abgegeben, für die gebetet werden soll. Wenn das Grab weit weg ist: Grabpflege aus der Ferne Viele Familien leben in Deutschland, während die Eltern in Kasachstan, der Ukraine oder im Kaukasus begraben sind – oder umgekehrt: Das Grab ist in Deutschland, die Kinder sind ins Ausland gezogen. Für ein Grab in Deutschland gibt es feste Wege, die Pflege aus der Ferne zu regeln. Dauergrabpflege mit Treuhandstelle. Sie schließen mit einer Friedhofsgärtnerei und einer Treuhandstelle für Dauergrabpflege einen Vertrag. Die Kosten werden einmalig im Voraus auf ein Treuhandkonto gezahlt, getrennt vom Geschäftsvermögen. Die Treuhandstelle zahlt die Gärtnerei jährlich aus und lässt die Arbeiten regelmäßig kontrollieren. Fällt der Betrieb aus, wird die Pflege einem anderen Betrieb übertragen. Empfohlen wird eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, viele Verträge laufen 25 Jahre oder länger. Der Umfang ist frei wählbar: von der Grundpflege bis zu Wechselbepflanzung und Gesteck zum Totensonntag. Einzelaufträge. Wer keinen langfristigen Vertrag möchte, beauftragt eine Gärtnerei oder einen Grabpflegedienst für einzelne Termine, etwa Herbstpflege und Grablicht vor Allerheiligen. Vereinbaren Sie schriftlich, was genau gemacht wird, und bitten Sie um Fotos vor und nach der Pflege. So sehen Sie auch aus der Ferne, wie das Grab aussieht. Eine Möglichkeit, Anbieter in Deutschland zu finden, ist die Vermittlungsplattform irespect.com, über die Grabpflege-Aufträge an Dienstleister vergeben werden. Liegt das Grab in der Heimat, helfen oft Verwandte, Nachbarn oder die Friedhofsverwaltung vor Ort. Auch dort lohnt es sich, Fotos als Nachweis zu vereinbaren. Welche Grabarten es in Deutschland gibt und wie lange sie belegt werden, lesen Sie auf unseren Seiten zur Erdbestattung und zur Feuerbestattung. Wenn die Entfernung bleibt: Umbettung und Überführung der Urne Manche Familien entscheiden nach einigen Jahren, dass der Verstorbene dort ruhen soll, wo die Familie heute lebt. Bei einer Urne ist das eher möglich als bei einem Sarg – aber nie ohne Genehmigung. Die Totenruhe ist geschützt, die Regeln stehen im Bestattungsrecht der Länder und in der jeweiligen Friedhofssatzung. Drei Beispiele: Niedersachsen: Vor Ablauf der Mindestruhezeit dürfen Leichen und Aschen nur mit Genehmigung der unteren Gesundheitsbehörde ausgegraben oder umgebettet werden; verlangt wird eine ausführliche Begründung. Danach ist der Friedhofsträger zuständig. Der Landkreis Wolfenbüttel etwa nennt Verwaltungsgebühren von 45 bis 250 Euro, dazu kommen die Friedhofsgebühren. Nordrhein-Westfalen, Beispiel Dortmund: Die Genehmigung erteilt die Friedhofsverwaltung als örtliche Ordnungsbehörde, und zwar nur bei einem wichtigen Grund – etwa einer Familienzusammenführung oder einem dauerhaften Wohnortwechsel der antragsberechtigten Person. Bei Erdbestattungen ist zusätzlich eine Bescheinigung des Gesundheitsamts nötig. Rheinland-Pfalz: Nach dem neuen Bestattungsgesetz ist nach Ablauf der gesetzlichen Mindestruhezeit – bei Urnen fünf Jahre – kein wichtiger Grund mehr nötig. Das hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz im Oktober 2025 bestätigt. Den Antrag stellt in der Regel, wer das Nutzungsrecht am Grab hat. Ist die Umbettung genehmigt, folgt die eigentliche Überführung: Für die Urne ins Ausland werden unter anderem Sterbeurkunde und Einäscherungsbescheinigung gebraucht, dazu je nach Zielland weitere Nachweise. Welche Papiere genau, steht im Beitrag „Urne ins Ausland bringen: Welche Genehmigungen und Dokumente nötig sind“. Den Ablauf unserer Leistung beschreibt die Seite Urnenüberführung ins Ausland. Der umgekehrte Weg ist ebenfalls möglich: eine Urne aus der Heimat nach Deutschland holen, wenn die Familie hier lebt. Dann gelten zuerst die Regeln des Landes, in dem die Urne beigesetzt ist, und in Deutschland braucht sie einen Beisetzungsplatz. Mehr dazu im Beitrag „Urne aus dem Ausland nach Deutschland holen“. Die Umbettung eines Sarges ins Ausland ist deutlich aufwendiger und muss im Einzelfall geprüft werden. Häufige Fragen Wann ist Totensonntag 2026?Am 22. November 2026, dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent. Der Volkstrauertag liegt eine Woche davor, am 15. November 2026. Beide sind keine gesetzlichen Feiertage. Wann ist der Demetrius-Samstag (Dmitrijewskaja subbota) 2026?Nach dem julianischen Kalender, dem unter anderem die Russisch-Orthodoxe Kirche folgt, am 7. November 2026. Die Orthodoxe Kirche der Ukraine folgt seit 2023 dem neujulianischen Kalender; dort ist es der 24. Oktober 2026. Kann ich die Grabpflege in Deutschland beauftragen, wenn ich im Ausland lebe?Ja. Sie können mit einer Friedhofsgärtnerei einen Dauergrabpflegevertrag über eine Treuhandstelle schließen oder einzelne Pflegetermine beauftragen. Vereinbaren Sie den Leistungsumfang schriftlich und lassen Sie sich Fotos als Nachweis schicken. Wie sicher ist das Geld bei der Dauergrabpflege?Die Kosten werden einmalig im Voraus auf ein Treuhandkonto gezahlt, das getrennt vom Geschäftsvermögen geführt wird. Die Treuhandstelle zahlt die Gärtnerei jährlich aus, kontrolliert die Arbeiten und überträgt die Pflege einem anderen Betrieb, wenn der ursprüngliche ausfällt. Darf eine Urne umgebettet werden, um sie zur Familie zu überführen?Das ist möglich, aber nur mit Genehmigung. Während der Mindestruhezeit verlangen die Behörden meist einen wichtigen Grund, etwa einen dauerhaften Wohnortwechsel der Angehörigen. Zuständig sind je nach Bundesland die Friedhofsverwaltung, die Ordnungsbehörde oder das Gesundheitsamt. Was kostet die Überführung einer Urne ins Ausland?Bei uns beginnt die Überführung einer Urne bei 990 Euro. Den genauen Preis nennen wir Ihnen schriftlich als Festpreis in wenigen Stunden. Gebühren des Friedhofs für die Umbettung kommen je nach Satzung hinzu. Kontakt · 24/7 Das Grab ist zu weit weg? Wir besprechen die Möglichkeiten mit Ihnen Wenn Sie überlegen, eine Urne aus Deutschland zur Familie ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, klären wir mit Friedhof und Behörden, welche Genehmigungen nötig sind, und organisieren die Überführung. Wir sind seit über 20 Jahren tätig und überführen in über 30 Länder. Sie erhalten einen schriftlichen Festpreis in wenigen Stunden und einen Rückruf innerhalb der nächsten Stunde – auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch. Rückruf innerhalb einer StundeSchriftlicher Festpreis in wenigen StundenRund um die Uhr, in 4 Sprachen Jetzt anrufen+49 1511 74 63 888 Rückruf anfordern → Rudolf NordheimerGeschäftsführer, Ihr AnsprechpartnerDas erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Dieser Text gibt den Stand der veröffentlichten Regelungen und Kalender wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Regeln zur Umbettung unterscheiden sich je nach Bundesland und Friedhofssatzung und können sich ändern. 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